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Wir suchen Dich!

Für die Arbeitsgemeinschaften "Lego" und "Musisches Gestallten" suchen wir dringend Unterstützung, um unser Ganztagsangebot auch dieses Jahr so abwechslungsreich wie bisher gestallten zu können.

Die Ausschreibung läuft bis zum 16.09.2022. Bei Interesse melden Sie sich bitte unter:

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Ein bekannter Schriftsteller schrieb bereits „jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ (Hermann Hesse im Gedicht „Stufen“). Ein neues Schuljahr bringt für alle Schülerinnen und Schüler viele Chancen, Ungewissheit aber auch Geheimnisvolles mit sich. Dies trifft ganz besonders auf unsere neuen 5. Klassen der Petrischule zu. Für sie war der Zauber des Anfangs besonders groß - neue Schule, neue Fächer und neue Lehrer sowie Mitschülerinnen und Mitschüler. Deswegen gestalteten die Klassenlehrer gemeinsam mit dem Team der Schulsozialarbeit eine Woche zum Ankommen und Wohlfühlen.

Tag 1: Zauberstifte machen den Anfang leicht.

Am Montag trafen sich die Fünftklässler auf dem Schulhof und wurden von Frau Weber und den Klassenlehrern sowie Frau Knauer in Empfang genommen. Nach ersten Blicken zu den neuen Mitschülerinnen und Mitschülern sowie einer letzten Umarmung der Eltern ging es für sie hinein in die neue Schule. Dabei schwirrten viele Fragen in den Köpfen - wie sieht unser Klassenzimmer aus, sind alle in meiner Klasse lieb oder was machen wir in dieser Woche? Angekommen in den Klassenzimmern stellten sich das Pädagogenteam vor, eine kleine Süßigkeit zur Begrüßung durfte dabei nicht fehlen - ungeliebte Snacks wurde schnell getauscht.

Zauberstifte halfen den Schülerinnen und Schüler sich kennen zu lernen. Dabei gingen sie im Klassenzimmer umher und suchten jeweils den Zauberstift, welcher einen Buchstaben ihres Namens schreiben konnte. Schnell kamen die Kinder ins Gespräch und zu gemeinschaftlichen Lösungen. Dadurch entstanden zauberhafte Namensschilder, welche den Anfang leicht machten.

Tag 2 und 3: Gesund, Nachhaltig und Demokratisch

Ankommen und Wohlfühlen wurden am zweiten Tag verbunden mit etwas zusammen erleben und gestalten. Die Schülerinnen und Schüler fingen den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück an. Dabei brachten sie allerhand Lebensmittel von zu Hause mit, wie zum Beispiel Kohlrabi aus dem eigenen Garten, selbstgemachten Honig oder Brot eingepackt in Bienenwachstücher. Unsere Natur ist einzigartig, daher war es für die Kinder und Lehrer schön, ein nachhaltiges und gesundes Frühstück gemeinsam zu gestalten.

Die Natur gibt uns bestimmte Gesetze mit - die Schule als Ort des Lehrens und Lernens hat zudem auch eigene Regeln im Umgang miteinander. Hierfür legten die Klassen in gemeinschaftlicher Arbeit mit Frau Knauer für die Klasse individuelle Regeln fest. Dabei übten die Kinder demokratische Abstimmungen. Im weiteren Verlauf des Tages stellten zwei Schüler aus höheren Klassen den Schülerrat vor. Dies machten sie sehr toll und anschaulich und die Fünftklässler dankten es ihnen, indem sie aufmerksam zu hörten und sehr beeindruckt davon waren.

"Ein Team sein“ setzt „ein Team werden“ voraus. Um das im Klassenverband zu schaffen, stellte Frau Knauer den Klassenrat vor. Mit großem Interesse engagierten sich die Kinder dabei in den vorgegebenen Rollen. Auch praktisch wurde am Teambuilding gearbeitet. Die Kinder bauten eine Dominostrecke, welche sicherlich in Sachen Kreativität den Weltrekordversuchen Anfang der 2000er beim „DominoDay“ nahezu ebenbürtig war. Nachdem die einzelnen Bilder miteinander verbunden waren, durften die Klassenlehrer den ersten Stein ins Rollen bringen. Dabei fieberten alle mit, ob denn jeder Domino Stein umfallen wird.

Tag 4 und 5: „schauen sie mal, ich habe es geschafft“

Nachdem die Kinder in der Schulhausrallye am Anfang der Woche die Petrischule erkundet und in vielen kooperativen Spielen sich untereinander kenngelernt haben, sollten die letzten beiden Tagen einen Einblick in die Möglichkeiten des schulnahen Umfeldes geben sowie den Verbund zu den Eltern stärken.

Dabei lernten die Kinder in der Juggle Halle akrobatische Kunststücke kennen. Beim Jonglieren, Teller drehen oder mit Stäben zeigten sich die ersten Meisterinnen und Meister der Akrobatik. Schnell wurde aus einem leicht skeptischen „WOW, wie geht das?“ ein fröhliches und stolzes „schauen sie mal, ich habe es geschafft“.

Einen sportlichen Ausblick bekamen die Kinder auch beim Spaziergang zur Turnhalle. Nachdem die Fünftklässler angekommen waren und einen Blick hineinwarfen, freuten sie sich schon auf die gemeinsamen Sportstunden.

Zum Ausklang der Woche luden die Klassenlehrer und Frau Knauer zum gemeinsamen Grillen auf den Hof der Petrischule ein. Dieser Einladung folgten viele Eltern mit ihren Kindern. Gegrillt wurde dabei von Schülern aus der 8. Klasse. Bei einer Roster entstanden nette Gespräche sowohl zwischen den Eltern als auch zwischen den Eltern und Lehrern. Dadurch konnten wir uns besser kennenlernen und eine gemeinschaftliche Basis für spätere Schuljahre schaffen.

Der Zauber des Anfangs begleitete die Eltern, die Kinder und die Lehrer die ganze Woche. Viele Eindrücke und erste Freundschaften wurden in gemeinsamen Unternehmungen gesammelt und geschlossen. Dabei wurde eine Basis geschaffen, welche den Start der Kinder erleichtern soll.

Wir - Herr Göb und Herr Naumann möchten uns ganz herzlich bei den Kindern aus den höheren Klassenstufen und der Schulsozialarbeit sowie den Fünftklässler mit ihren Eltern bedanken, welche alle ihren Teil zum Ankommen und Wohlfühlen beigetragen haben.

 Klassenzimmer  gemeinsames Grillen

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Unsere ukrainische 7. Klasse hat heute zum letzen Schultag alle Schülerinnen und Schüler sowie das Kollegium zum Kuchen essen eingeladen.

Danke Danke Danke.

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Am letzten Schultag wurden wieder unsere besten Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet. Dabei zählen allerdings nicht nur die Noten auf dem Zeugnis, sondern auch der Einsatz für die Klasse für ein gemeinsames Miteinander.

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Nun wünschen wir allen Schülerinnen, Schülern, Eltern, Geschwistern, Großeltern sowie Lehrerinnen und Lehrern erholsame Ferien.

Am 16. Juni 2022 unternahmen die Klassenstufe Acht und Neun eine gemeinsame Exkursion in das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald. Um 7:15 Uhr trafen sich die Klassen und 7:30 Uhr kamen die beiden Busse, die uns in den folgenden zwei Stunden in die Gedenkstätte bei Weimar fuhren. Schon als der Bus die Kopfsteinpflasterstraße, die ins Lager führte, hochfuhr, wurde es sehr still im Bus. Als alle Klassen die Busse verlassen hatten, gingen wir in den Museums-eigenen Kinosaal, wo wir uns einen Film über das Konzentrationslager ansahen, der mit vielen Bildern und Interviewaufnahmen ehemaliger Gefangener das Lager noch viel bedrückender machte und die alten Bauten auf der Anlage ein weiteres Mal zum Leben erweckte.

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Quelle: Wikipedia

Anschließend gab es eine kurze Einweisung von den Lehrer:innen zu den Regeln im Lager und wir bekamen die Audio-Guides ausgeteilt. Dann durften wir uns ab 11:30 Uhr allein im Lager umsehen. Es bildeten sich kleine Gruppen, andere gingen allein. Allen Gesichtern war die Bedrückung und der Ekel vor einem der größten Verbrechen an der Menschheit anzusehen.

13 Uhr trafen sich alle Klassen mit den Lehrer:innen am ausgemachten Sammelort und wir warteten circa eine halbe Stunde, in der die meisten ihre Aufgabenblätter bearbeiteten, auf den Bus. Die Stimmung auf der Rückfahrt war anfangs noch sehr ruhig und nachdenklich, doch je weiter wir uns von der Mahn- und Gedenkstätte entfernten, desto gelöster wurden wir.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass dies eine notwendige und informierende Fahrt war. Denn obwohl wir so viel aus der SS-Zeit gelehrt und erzählt bekommen, ist das Leid, das diesen Menschen allein in solchen Lagern angetan wurde, nicht auszumalen, jedoch zu erahnen, sobald man dort ist. Demnach berührte uns alle diese Fahrt zutiefst, regte jedoch auch zum Nachdenken an, schürte die Verachtung gegenüber dem Gedankengut, das zu solchen Taten führte, aber ließ uns vor allem noch ein Mal all der Gefangenen und Toten gedenken.

Kontakt

Petrischule Leipzig - Oberschule

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